BIENE2TALK

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Das Projekt Biene2talk soll regional aufgestellt eben diejenigen Protagonisten zusammenbringen, die zum einen mitwirken können die Lebensräume der Biene in Kombination mit der Landwirtschaft bienenfreundlich zu gestalten und zum anderen die Kommunikation bezogen auf die Notwendigkeit eines Schutzes der Biene regional in die Diskussion zu bringen. Weiterhin soll mit regional ansässigen Imkern einen Bestäubungsservice etabliert werden, denn durch den gezielten Einsatz von Honigbienen können teilweise erstaunliche Effekte auf die Qualität, Quantität und ökologische Integrität der Ernteerträge festgestellt werden.

Durch den kontrollierten Einsatz von Honigbienen etwa auf Rapsflächen kann eine Ertragsteigerung von bis zu 25% je Hektar realisiert werden. Ähnlich positiv reagieren auch Obst- und Gemüsepflanzen. Abschließend ist geplant Versuche mit einem Produkt von Kanne Brottrunk durchzuführen, um die Varoamilbe zu bekämpfen. Diese Milbe schädigt die Bienen direkt und führt in vielen Fällen zum Tod der Bienen sowie indirekt, da sie Überträger vieler Krankheiten ist. Dies können allerdings aufgrund des Projektvolumens lediglich Testversuche sein, um darauf aufbauend weitere Projekt zu beantragen. Fakt ist, dass neben den 65% aller Wildpflanzen deutschlandweit 85% aller Kulturpflanzen abhängig von bestäubenden Insekten sind, da andere Faktoren wie Wind keinen Einfluss auf ihre Fortpflanzung haben. Fakt ist auch, dass Deutschland, so wie in mittlerweile fast allen Industriestaaten, ein totales Bienen- und Insektensterben droht. Laut neuesten Untersuchungen des NABU fehlen in Deutschland bereits 80% der ursprünglichen Insektenbestände als wichtiger Bestandteil der unteren Nahrungskette und als essentielle Bestäuber. Von der erforderlichen Bestäubungsleistung werden über 90% von den Honig- und Wildbienen geleistet, weshalb ihr gezielter Schutz auch einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der heimischen Flora und Fauna leistet. Denn: Jede Pflanze, egal ob wild oder kultiviert, verliert auf Dauer ihre Fruchtbarkeit und damit ihre biologische Qualität, wenn keine adäquate Bestäubung stattfindet. Daher wird der Bedarf an gezüchteten Insekten in den kommenden Jahren rapide ansteigen.

Durch eine breit angelegte Kommunikation unter Einbeziehung der Schulen und Kindergärten soll auf das Problem des Bienensterbens aufmerksam gemacht werden. Mit ausgewählten Landwirten ist ein Bestäubungsservicetest durchzuführen, der wissentschaftlich begleitet wird. Vor Ort wird der Bedarf an Bienenvölkern ermittelt, die während der Blühperiode der Pflanzen systematisch auf dem Feld angeordnet werden, um ein bestmögliches Bestäubungsergebnis zu gewährleisten. Anhand abgesteckter, unbeeinflusster, kleiner Testfelder am Rande der bewirtschafteten Flächen kann der durch die Bienenbestäubung erbrachte Mehrertrag festgestellt und aus ihm eine angemessene Bestäubungsprämie anhand einer Mehrgewinnbeteiligung errechnet werden. Auf diese Weise ist von keiner Seite eine Investition notwendig, da nur die zusätzlich angefallen Gewinne aufgeteilt werden. Das bedeutet für den Kunden absolute Sicherheit und Komfort. Gleichzeitig profitiert er langfristig von gesicherten Vollerträgen in bestmöglicher Qualität und hält seine Pflanzen für kommende Generationen höchst potent. Gleichzeitig werden weitere Tests mit einem Produkt von Kanne Brottrunk durchgeführt.